Auch wenn mein Lieblingsschriftsteller Philip K. reichlich wenig mit den vom Namen her ähnlich klingenden Enten Walt Disney’s zu tun hat, so wollen die Amazonen aus Seattle mir doch immer mal wieder einen Comic mit Donald und seinen Verwandten verticken.
Oder, wie in diesem Fall, den Türstopper bzw. gebundenen Luxussonderband über die ganze Familiengeschichte in allen Einzelheiten für schlappe 29,95. Wo man angeblich beim Durchblättern der fast 400 Seiten zum Beispiel endlich erfährt, wer Oma Dorette überhaupt war.
Ein interessanter Veranstaltungshinweis aus dem aktüllen Newsletter der Unterweltler:
Vom 20. August bis 11. September 2010 findet das fünfte Internationale Klangkunstfest statt. Das diesjährige Thema ist die Frage nach Dichotomie, Grenzen und Interdependenz subjektiver und kollektiver Wahrnehmung, von Raumzeit in Musik und durch Klang. Besonders thematisiert wird hierbei das Wirkungsgefüge von äußerer Form und innerem Gehalt eines wahrgenommenen musikalisch-klangkünstlerischen Ereignisses sowie die Frage nach Möglichkeit und Sinn der Unterscheidung seiner raumzeitlichen Erscheinung und seiner inneren Struktur. Die Zeitmaße der Werke sind entsprechend extrem: teilweise ultrakurz (bis zu wenigen Sekunden) oder auch sehr lang – mit zahlreichen Uraufführungen, präsentiert in verschiedensten Inszenierungen.
Nach endlos langer Zeit heute endlich mal wieder Fanpost aus Russland:
Mein Name ist Victorya. Ich bin 29 Jahre alt.
Ich brauche einen Brieffreund.
Informationen über mich:
Ich kann sagen, dass ich intelligent, schön, leidenschaftlich bin Mädchen. Ich liebe Kinder, Natur und Tiere. Ich bin Art, rücksichtsvoll und vorsichtig. Ich mag meine freie Zeit verbringen, in Theatern, Museen, Kunstausstellungen. Meine Hobbies sind Reisen, Fremdsprachen lernen und Kochen. Ich bin von Sport und gehe gern in für Schwimmen, Skifahren, Radfahren und Formgebung.
Es ist ideal für:
Ich möchte eine Art zu erfüllen, aufmerksamer Mann, Kinder und Tiere liebt. Ich schätze bei einem Mann eine Menge Qualitäten: seine Weisheit, Unternehmens-, Pflege, Gelehrsamkeit und Zweckmäßigkeit.
Fühl mich, als wär ich wieder sechzehn
Häng herum, tue gar nichts, wie och die Szene
Bleibe cool, bloss kein Stress, zähle bis Zehn
Bin wieder Sechzehn.
Jeder macht schon schlapp, gleich hier am Start
Oder kurz vorm Kollaps, in voller Fahrt
Scheint alles so leicht, doch das Leben ist hart
So’n Scheiß, ej
Nichts im Leben ist wirklich von Dauer
Du fühlst dich so frei, doch da ist eine Mauer
Von irgendwem die Thesen gelesen
überlegt, aber nicht überlegen gewesen
Alles nicht so toll, du wünschst nur
Du wärst wieder Sechzehn
Ziemlich irre, man ist mal wieder sechzehn
Alles bleibt anders, willst Vergangenes verstehn
Die Zukunft ist unsere, die Zeit wird vergehn
Eben wieder sechzehn
Immer auf der Suche, wo keiner mehr ist
Fragst dich ständig selbst, wer du nur bist
Doch das Leben ist vor dem Tod nur ein kurzer Rest
Ach Scheiss, ej
Sieh mich an, halt einmal kurz ein
Für dich bin ich doch bloss das Schwein
Wir denken ganz anders und verstehen uns nicht
Ich benutze dich nur und du auch mich
Aber wenigstens wissen wir beide,
wir sind wieder sechzehn
Während Rick Zontar, unser Fachmann für Bonobo Klangbeutel noch bis mindestens Ende der Woche im Urlaub weilt, schauen (und vor allem) hören wir zwischenzeitlich mal bei einer ganz anderen Art von Klangkunst rein. Von A wie Analvioline bis Z wie Zappa („Everything we do makes noise or stinks“). Auf alle Fälle eine sehr interessante Zusammenstellung.
Eigentlich schon ziemlich alt, der Comic Strip von Randall Munroe. Aber gerade jetzt bei der Hitze ist Elektrogitarrespielen unter der Dusche gar keine so schlechte Idee. Und dass man sich das dann auch im Internet angucken kann (ab 18), war ja wohl sowieso von vornherein klar.
Und die Bilder von homoerotischen Bienen im Buchstabierwettbewerb, bzw. wie’s Leute auf Wohnmobilen treiben, während sie Stürmen und anderen (Un‑) Wetterphänomenen nachjagen, sind bestimmt auch bald online zu bestaunen.
Duo Lavalampe ist schon längere Zeit nicht mehr dazu gekommen, Musik zu machen. Dafür soll uns aber wenigstens für die Zeit der Sommerferien hier unser alter Kumpel Jochen vertreten, der zu diesem Zweck extra ein bisschen Klavier geübt hat:
Jetzt hat die Ölpest aus dem Golf von Mexiko auch diverse Websites unterspült. Beim Schockwellenreiter kann man zur Not noch einigermaßen unbeschadet drüberweg surfen (nomen est omen). Bei uns hier in der Lavalampe wird’s jetzt aber richtig eklig.
Dafür fangen die in Amiland immerhin an, sich endlich über alternative und erneuerbare Energien Gedanken zu machen. Für eine sauberere Zukunft.
Während der blöde Ballack sich verletzungsbedingt in der Südsee sonnt, und uns irgend so ein doofes Deodorant verticken will, üben wir am Computer Elfmeterduelle. Da heißt es 48 Stunden cool bleiben! Der Hi-Score um das Gamerpaket zu gewinnen liegt zwar mittlerweile schon bei 3000 Punkten oder so, aber das kriegen wir auch noch hin.