Weblog Lavalampe

Gemäß DIN 14676 mit Rauchmelder ausgestattet


1. Oktober 2008

Dreamachine

Filed under: Drugs — admin @ 08:02

dream2.jpgUm in den bewusstseinserweiterten Zustand zu gelangen, welcher zum psychedelischen Musizieren unabdingbar ist, verzichtet die Lavalampe schon seit Jahren auf den Konsum von Stimulantien wie psychotropen Substanzen. Stattdessen bedient sie sich dem Verfahren und Gerät zur Erzeugung künstlerischer Empfindungen. Das funktioniert so, daß ein flackernder Stroboskopeffekt in Form pulsierenden Lichts den Sehnerv durch die geschlossenen Lider stimuliert und daraufhin Nervenimpulse die Erzeugung von Alphawellen (8–12 Hz) im Gehirn fördern.

1 Kommentar

  1. Einen Raum total abdunkeln, unter die Zimmerpflanzen kam ein oller Plattenspieler mit 16er Geschwindigkeit, auf den Teller am Rand drei, oder vier Teelichter. Später ersetzte ich die Kerzen durch Halogenbirnchen mit kleinem Schirm, die innen mit Stanniol ausgekleidet waren, und dadurch erst ab etwa einem Meter Höhe an den Wänden Schatten nach oben schmissen. (Müsste heute mit LEDs noch besser kommen, wenn die Teile in der Lage sind, ständig die Farben zu wechseln.) Auf meiner 4 Quadratmeter Schaukel kam immer das Gefühl, unter Wasser zu liegen und oben spiegelte sich alles unter der Oberfläche. An den seitlichen Seilen befanden sich total fokussiert, zwei Winzboxen mit Plastikgehäuse – keine 5 DM von HiFi-Atzert, hatte mir ein Nachbar mal vor die Tür gelegt. Voll geknallt lief dann oft, das Schlagzeugsolo von „Silly Sally“, aber auf eine Stunde gestreckt, oder Percussion von „Guem et Zaka“. Um alles noch zu verstärken machte ich Experimente mit einem zusätzlichen Stroboscope, hing aber damit irgendwann mal mächtig auf Horror. Bis mir mal kam, dies mit einem Strobo ist eine ganz billige Sache, ohne Shit und Chemie, allerdings mit Ohropax. Natürlich nicht zum Rauchen! Zwei Ärzte warnten mich davor! Bei mir schien es keinen zusätzlichen Schaden angerichtet zu haben. Man liegt absolut entspannt da und stelle die Lichtblitze, ausgerichtet auf die geschlossenen Augen, synchron auf den eigenen Herzschlag ein. Dabei hatte ich oft unterschiedliche Empfindungen, wenn mir die Blitze von hinten auf die Lider knallten, oder das Teil vor mir hing und mich das Licht über die Wangenknochen anblinkte. Auch mit der unterschiedlichen Intensität kann man spielen, ob man volle Kanne draufhält, oder die Knochen alles etwas abdunkeln und nur Lichtstreifen die geschlossenen Augen treffen…

    Comment von eDe — 1. Oktober 2008 @ 18:00

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